Monuments Men

Ein Interview mit Mosche Feigenbaum zu George Clooneys aktuellem Blockbuster Monuments Men

Heute bei mir zu Gast Clooney-Kenner M. Feigenbaum. Herzlich willkommen.

– Vielen Dank.

Der neue George-Clooney-Film Monuments Men basiert auf einem Buch von Robert Edsel. Herr Feigenbaum inwieweit gibt es Ihrer Meinung nach Abweichungen bei der Verfilmung?

– Ich höre zum ersten Mal von diesem Buch.

Andere Frage: Der Film mag etwas exotisch daher kommen. Sogenannte Kunstschutzoffiziere sollen im Zweiten Weltkrieg das tun, was ihr Name schon sagt: Kunst vor den Nazis beschützen.

– Richtig! Ein äußerst spannendes Thema! Es zeigt uns, wie wichtig Kunst generell für die Menschheit selbst in absoluten Extremsituationen ist. Ein Gemälde ist nie nur ein Gemälde, es ist so viel mehr als das. Es ist alles! Unser Erbe. Das muss geschützt werden.

Kommt genau das, trotz all des Pathos, im Film rüber?

– Das möchte ich nicht einschätzen.

Ich stelle die Frage anders: George Clooney, John Goodman, Bill Murray, Matt Damon, Hollywood…

– John Goodman? Der Dicke? Spielt der überhaupt mit? Ist der nicht Anfang der 90er gestorben?

Sie meinen John Candy

– Ja richtig, John Candy. Ein großer Verlust, toller Schauspieler. Richtig. Candy. Der war auch dick.

Noch mal zurück zum Film: Es hieß „Clooney ruft, alle kommen“ – es wimmelt nur so von Stars. Sie als Clooney-Kenner: Ist das typisch Clooney?

– Ich bitte Sie. Was ist heutzutage noch typisch? So was kann man nicht einschätzen, ich kenne den Mann ja nicht persönlich.

Der Film ist unglaublich aktuell, meinen sie Clooney hat den Zeitpunkt bewusst gewählt?

– Wo ist der Zweite Weltkrieg denn bitte aktuell? Ich finde den Film absolut nicht aktuell.

Nicht der Weltkrieg. Der Schwabinger Kunstfund! Beutekunst, entartet, Nazis! Stichwort Cornelius Gurlitt!

– Was ist denn mit dem Gurlitt, wo ist der denn überhaupt? Wann haben Sie denn das letzte Mal von dem was gehört?

Bitte? Gerade letzte Woche hat das Bayrische Kultusministerium Fehler in der Sache eingeräumt.

– Ach, ich bitte Sie. Die Sache ist doch tot. Seitdem ist die Kanzlerin gestürzt, die Ukraine auch, aber anders, Sotchi ist vorbei, Weihnachten, Syrienkonflikt, Internet. Gurlitt! Das ist mittlerweile so unaktuell. Da ist der Zweite Weltkrieg aktueller.

Haben sie eine Lieblingsszene im Film?

– Nein.

Herr Feigenbaum, es verhärtet sich  hier der Eindruck, als hätten Sie den Film überhaupt nicht gesehen.

– Nun, ich habe heute in der Früh einen Artikel in der Bild-Zeitung darüber gelesen. Dort stand der Film sei nur so mittelgut. Und von John Goodman war gar nicht die Rede.

…achso, war gar nicht die Rede.

– Nein. – Ich möchte mich zu der Sache auch nicht weiter äußern. Vielen Dank.

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